Der natürliche Zahn besteht aus Krone und Wurzel. Bei der
Herstellung von herkömmlichen Zahnersatz werden die sichtbaren Teile des Zahnes, die
Zahnkronen, ersetzt. Zur Verankerung müssen oft gesunde Nachbarzähne beschliffen werden.
"Fremdkörper in
meinem Kiefer? Hält das denn?"
In einem kleinen operativen Eingriff werden Titankörper als
künstliche Zahnwurzel in den Kiefer eingepflanzt. Sie bestehen - vereinfacht ausgedrückt
- aus dem im Kieferknochen versenkten Teil und einem Pfeiler, auf dem dann Zahnkronen,
Brücken oder herausnehmbare Prothesen sicher und dauerhaft befestigt werden können.
Das Implantat verwächst gleichsam mit dem Kieferknochen - es wird zum Halteelement für
Ihren Zahnersatz. Wie bei einem Baum, der seine Stabilität und Standfestigkeit durch die
Wurzel erhält, wird Ihr Zahnersatz durch das Implantat getragen.
" Ob das auch in
meinem Falle eine Lösung ist ?"
Ob Sie einen Zahn oder mehrere Zähne verloren haben:
Implantate zur Verankerung des Zahnersatzes sind eine natürliche Alternative.
Allerdings gibt es einige wenige Erkrankungen, die es ratsam erscheinen lassen, von einer
Implantation abzuraten.
Aber das alles wird ihr Zahnarzt - eventuell unter Einbeziehung des Hausarztes -
genauestens mit Ihnen abklären.
" Wie lange so
eine Behandlung wohl dauert ?"
Die Behandlung erfolgt im wesentlichen in zwei Schritten:
Erster Schritt: Die Implantate werden in den Kiefer eingebracht und das
Zahnfleisch darüber geschlossen. Es folgt eine mehrmonatige Einheilphase, in der Sie
einen provisorischen Zahnersatz tragen.
Zweiter Schritt: Der entgültige Zahnersatz wird auf den jetzt
eingewachsenen Implantaten verschraubt. Ab jetzt hat Ihr Leben wieder Biss - genießen Sie
es nach Herzenslust!
" Aber das tut
doch bestimmt furchtbar weh...?"
Nein. Das Einsetzen der Implantate erfolgt in der Regel unter
örtlicher Betäubung, sodass Sie während des Eingriffes nichts spüren. Nach einigen
Tagen ist auch die Mundschleimhaut wieder völlig verheilt. Auf das Wissen Ihres
Zahnarztes können Sie sich verlassen. Er stellt die Diagnose, wählt Ihr individuell
passendes Implantat aus und führt schließlich auch den kleinen chirurgischen Eingriff
durch. Zuständig für den Langzeiterfolg sind allerdings Sie! Eine besonders
gewissenhafte und sorgfältige Mundhygiene muss sein!
Vor allem kann Zahnbelag (Plaque) das Implantat gefährden. Sollten Sie sich also
zusammen mit dem Zahnarzt für ein Implantat entscheiden, richten Sie sich jetzt darauf
ein:
Nach dem Essen intensive und gründliche Reinigung! Über das "Wie" wird
Sie das Praxisteam aufklären.